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Familiendatenbank Sehnrath

 

500 Jahre Familiengeschichte im Rheinischen Braunkohlerevier

 

Links: Ausschnitt aus: Übersichtskarte der Gemeinden Hemmersbach und Sindorf von 1879 | Bürgermeisterei Sindorf. Quelle: Stadtarchiv Kerpen, Lizenz: CC BY-NC-SA, nat.museum-digital.de/object/1017816
Rechts: Winand Mausbach | Weyerstraße Sehnrath | circa 1930, Lizenz: CC BY-NC-SA, rheinland.museum-digital.de/object/11009

 

Enthält: Dorf Sehnrath - siehe OpenStreetMap

Zeitraum: 1876-1889 (wird fortlaufend erweitert)

 

Zur Ortsgeschichte

Sehnrath liegt in der fruchtbaren Jülich-Zülpicher Börde. Im Jahre 1284 wird "Synrode" erstmals urkundlich erwähnt, aber schon 1220 taucht der Name "Rode" in Verbindung mit "Sindorp" auf. Sehnrath war nie ein eigener Ort, sondern stets Teil der Gemeinde Sindorf. In den Sindorfer Kirchenbüchern wird Sehnrath erst ab 1831 eigens ausgewiesen, vorher wurde nicht zwischen Sindorf und Sehnrath unterschieden. Auch die preußischen Gemeindelexika führen Sehnrath immer als Wohnplatz innerhalb der Gemeinde Sindorf auf. Die 1841 eröffnete Bahnstrecke Aachen-Köln bewirkte eine Veränderung des bis dahin rein landwirtschaftlich geprägten Dorfes. Um 1900 bestand die Ortschaft fast ganz aus Eisenbahnarbeitern. Ein großer Teil dieser Leute war als Rangierer, Weichensteller usw. am Kölner Güterbahnhof beschäftigt. Ihre soziale Lage war gut zu nennen. Sie hatten abwechselnd Tag- und Nachtdienst und bewirtschafteten in der freien Zeit ihren kleinen Besitz. Weitere Arbeitsmöglichkeiten bot der zunehmende Braunkohletagebau. Teilweise hatten die Arbeiter recht lange Wege zurückzulegen. Sie mussten in frühester Morgenstunde ca. 4 km zum Bahnhof nach Kerpen laufen, um den Zug zu bekommen, der sie rechtzeitig in die Brikettfabriken brachte. Erst 1912 wurde ein Bahnhof in Sehnrath eröffnet. Der erhoffte Aufschwung für die finanzschwache Gemeinde Sindorf ließ nicht lange auf sich warten: Eine Firma für Spiegelglasmanufaktur, die "Rheinische Glaswerke", kaufte am Bahnhof 27 Morgen Land und baute eine Fabrik. Damit bot sich für viele Sehnrather, die bisher fast nur in der Braunkohle und bei der Eisenbahn beschäftigt waren, nahe und damit günstige Arbeitsplätze. Die Sindorfer Glashütte bestand bis 1978. Im 20. Jahrhundert wurde der Abbau der Barunkohle immer weiter intensiviert, um in Kraftwerken den Strom für die stetig wachsende Großstadt Köln zu liefern. Der Braunkohletagebau wirkte maßgeblich landschaftsverändernd. Einige Orte in der Umgebung mussten dem Tagebau weichen. Nach dem 2. Weltkrieg hat sich die Einwohnerzahl vervielfacht. Sehnrath ist inzwischen mit Sindorf zusammengewachsen. 1975 wurde Sindorf (mit Sehnrath) in die Stadt Kerpen eingemeindet.

Obere Verwaltungszugehörigkeit: Bis 1794: Herzogtum Jülich. - 1794 von Frankreich besetzt, 1798-1814 Teil des Département de la Roer. - 1815-1946: Preußen, Provinz Jülich-Kleve-Berg (1815-1822) bzw. Rheinprovinz (1822-1946). - Seit 1946: Land Nordrhein-Westfalen

Untere Verwaltungszugehörigkeit: Im 18. Jahrhundert: Herrschaft Hemmersbach. - 1798-1814: Canton Kerpen. - 1816-1975: Kreis Bergheim. - Seit 1975: Erftkreis, 2003 in Rhein-Erft-Kreis umbenannt

Quellen:

  • Honings, Konrad: Im Meer der Zeit. Eine Geschichte Sindorfs. Köln 1984.
  • Landwirtschaftliche Jahrbücher. Zeitschrift für wissenschaftliche Landwirtschaft und Archiv des Königlich Preussischen Landes-Oekonomie-Kollegiums. 39. Band. Berlin 1910 [Sehnrath: Seite 31].

Quellenverzeichnis

1. Katholische Kirchenbücher von Sindorf

Art zugänglich eingearbeitet
Taufen    
Trauungen    
Begräbnisse    

Archiv: 

2. Standesamtsregister von Sindorf

Art zugänglich eingearbeitet
Geburtsregister 1876 - 1915  
Heiratsregister 1876 - 1945 1876-1889 (nur Sehnrath)
Sterberegister 1876 - 1995  

Archiv: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen in Duisburg

3. Weitere Quellen siehe linke Spalte: Quellenverzeichnis




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an:
Stefan Rückling


letzte Aktualisierung der Datenbank Familiendatenbank Sehnrath: 14.04.2026
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