Banner
Home GenWiki Zeitschrift Regional Datenbanken DigiBib DES Software Mailinglisten Forum Vereine Links Hilfen/FAQs
GEDBAS FOKO GOV OFBs Adressbücher Familienanzeigen Grabsteine Totenzettel Verlustlisten 1. WK Literatur Metasuche

Home > Datenbanken > Ortsfamilienbücher > Scharpenort (Kreis Neustettin)

Spacer Spacer
:: Wappen


 
:: Funktionen
Pfeil Gesamtliste der Familiennamen
Pfeil Auswärtige Geburtsorte
Pfeil Auswärtige Sterbeorte
Pfeil Auswärtige Heiratsorte
Pfeil Auswärtige Berufsorte
Pfeil Auswärtige Lebensorte
 
:: Statistik
937 Personen
289 Familien
 
:: Sprachen
English English
Dansk Dansk
Español Español
Francais Francais
Magyar Magyar
Lietuviškai Lietuviškai
Nederlands Nederlands
Polski Polski
Româneşte Româneşte
Русский Русский
Svenska Svenska
Slovenčina Slovenčina
Norsk Norsk
Português Português
Česky Česky

Ortsfamilienbuch Scharpenort (Kreis Neustettin)

Scharpenort war ein kleines Dorf im Südwesten des Kreises Neustettin, gelegen auf der Südwestseite des Neblin-Sees. Die umliegenden Gemeinden im Uhrzeigersinn waren Neblin, Altenwalde, Flacksee, Döberitz, Neuhof und Klein Schwarzsee. Heute heißt der Ort Ostroróg (Gmina Czaplinek, Powiat Szczecinek) und gehört zu Polen.

Angelegt in der Siedlungsform Zeilendorf wurde es als Neusiedlung mit 30 Wirten in einem polnischen Verzeichnis (Lustracja 1628-1632) erwähnt. Möglicherweise stammten die Siedler aus den angrenzenden Gebieten der Neumark und Pommerns. Es kann auch vermutet werden, dass die sogenannten „pommerschen Viergeschlechter“ (die Adelsfamilien von Zastrow, von Glasenapp, von Wolde und von Münchow) ihren Teil zur Ansiedlung beitrugen. Es hatte um 1628 bis 1632 (Lustracja 1628-1632) 14 Hufen, von denen allerdings nur 11 besetzt waren, und der Schulze hieß Dychlhaut. Scharpenort gehörte zusammen mit der Stadt Tempelburg und weiteren 17 Dörfern zur Starostei Draheim. Diese wurde 1657 dem Großen Kurfürsten zur Nutzung verpfändet, verblieb aber bis zur Ersten Polnischen Teilung bei der polnischen Krone. Die rechtliche Stellung der Bewohner war dadurch schwierig einzuschätzen. Wohl aus diesem Grunde baten die damaligen Schulzen von Scharpenort, Jochim und Christian Huth, im Dezember 1669 zusammen mit 38 weiteren namentlich genannten Schulzen der Starostei unter Einschaltung des Tempelburger katholischen Seelsorgers die polnische Krone um Bestätigung ihrer Rechte und Privilegien.

Die Landschaft ist geprägt durch den baltischen Höhenrücken, der durch letzte Eiszeit entstand, mit welligem Hügelland, eingestreuten Seen, Nebeneinander von guten Böden und weniger fruchtbaren Sandböden, Kiefernwäldern und Erlenbrüchen, so zum Beispiel am Neblinsee bei Scharpenort.

Nach der Reformation war Scharpenort ein Pfarrdorf, zu dem die Kirchdörfer Flacksee und Klein Schwarzsee gehörten. Später gehörte es im Kirchenkreis Tempelburg als Tochtergemeinde zu Lubow mit der vereinigten Muttergemeinde Altenwalde. Durch die Errichtungsurkunde von 1827 wurden die evangelische Gemeinde zusammen mit Lubow, Neblin und Flacksee von Tempelburg abgezweigt und mit der evangelischen Kirchengemeinde Lubow vereinigt. Die wechselnde kirchliche Zugehörigkeit von Scharpenort erschwert die Erfassung von kirchlichen Eintragungen, da diese in unterschiedlichen Kirchenbüchern zu finden sind, soweit heute überhaupt noch vorhanden. Katholische Einwohner hielten sich zur Gemeinde Tempelburg. 1905 soll es gemäß Gemeindelexikon keine katholischen Einwohner gegeben haben, wohl aber vorher.

Die Einwohnerzahl betrug 1905 gemäß Gemeindelexikon 167 Personen, gemäß Volkszählung vom 17. Mai 1939 151 Personen. Das zuständige Standesamt war Lubow.

Dieses Ortsfamilienbuch entstand als Nebenprodukt zu den Vorarbeiten eines OFB für die Kirchspielgemeinde Lubow nördlich von Scharpenort, aus der viele meiner Vorfahren stammen. Im Laufe der Forschung zur eigenen Familie stellte sich heraus, dass Familienmitglieder nach Scharpenort verzogen, wodurch mein Interesse am Ort geweckt wurde. Ferner stellt es eine Ergänzung zu dem bereits existierenden Online-OFB der Nachbargemeinde Neblin dar.

Es ist bedauerlich, dass die Zuordnung der Personen durch die jeweiligen Kirchenbuchführer erschwert wurde, die auf die Genauigkeit der Vornamen nicht den größten Wert legten. Auch muss befürchtet werden, dass beim Übertragen in das Kirchenbuch-Duplikat Einträge vergessen wurden. Insofern werden Berichtigungen, Korrekturen, insbesondere Ergänzungen zum online-Ortsfamilienbuch gern entgegengenommen.

Die Auswertung wurde zwar nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt, ist jedoch sicher nicht frei von Fehlern. Ferner ist diese Datenbank vorläufig nur eine Momentaufnahme und wird ständig aktualisiert. 

In den Angaben zu Personen bedeutet die Abkürzung „EBm“: eigene Bemerkung

Jegliche gewerbliche Nutzung der Daten des OFB ist ohne ausdrückliche Erlaubnis des Verfassers untersagt!

Quellen:

für Angaben zu Personen:

  • Kirchenbuchduplikat der evangelischen Gemeinde Scharpenort von 1840-1874.

  • Duplikat des Kirchenbuches der zur Ersten Pfarre zu Tempelburg gehörigen Dörfer (evangelisch), hier nur Scharpenort, Taufregister 1794-1811, Sterberegister 1823 – 1828

  • Veröffentlichungen von Hans-Joachim Weyer in der Zeitschrift „Ostdeutsche Familienkunde“ wie

    • „Trauungen Auswärtiger (1753-1806) im ev. Kirchenbuch von Pielburg, Krs. Neustettin“ in Heft Heft 2/1996

    • „Dorflehrer im Landkreis Neustettin vom 16. bis zum 19. Jahrhundert“ in Heft 3/1998

  • Familienkundliche Hinweise von Leu(e)-Nachfahren in Namibia, sowie weitere Ergänzungen anderer privater Forscher.

  • Aufzeichnungen und Dokumente im Familienbesitz.

  • Personenstandsbücher des Standesamts Lubow :

    • a. aus dem Staatsarchiv Köslin [Koszalin], Geburten ab 1874 bis 1888, Trauungen und Todesfälle 1885 bis 1914, sowie nur Trauungen 1915 bis 1916

    • b. aus dem Landesarchiv Berlin Trauungen und Todesfälle 1874 bis 1884.

  • wenige WASt-Karteikarten (zentrale Personenkartei der Wehrmachtauskunftstelle), die eindeutig Personen aus Scharpenort zuzuordnen sind.

weitere benutzte Quellen:

  • Fachliteratur über Pommern und den vormaligen Kreis Neustettin, insbesondere„Der Kreis Neustettin, ein pommersches Heimatbuch“, 1972 Holzner Verlag Würzburg, und „Grenzgesellschaft und frühmoderner Staat – die Starostei Draheim zwischen Hinterpommern, der Neumark und Großpolen“, Christoph Motsch, 2001 Verlag Vandenhoeck & Rupprecht Göttingen

  • „Die Starostei Draheim zwischen 1565 und 1632“ von Ernst Bahr erschienen in „Baltische Studien“ N.F. 57, 1971 Marburg

  • Austausch von Informationen mit den Bearbeitern der Online-OFB Altenwalde, Bärwalde, Neblin, Pielburg, Rackow und Zicker, André Marten und Karl H. Günther.

 


::
Pfeil Polen
Pfeil Pommern
Pfeil Kreis Neustettin
Pfeil Scharpenort (Kreis Neustettin) im geschichtlichen Ortsverzeichnis GOV
Pfeil Genealogische Literatur Scharpenort (Kreis Neustettin)
Pfeil Scharpenort (Kreis Neustettin) in Wikipedia
Pfeil Lage, Stadtplan Scharpenort (Kreis Neustettin)
::
Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Jutta Grube


Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons - Namensnennung - Nicht kommerziell 4.0 International Lizenz Creative Commons Lizenzvertrag