Banner
Home GenWiki Zeitschrift Regional Datenbanken DigiBib DES Software Mailinglisten Forum Vereine Links Hilfen/FAQs
GEDBAS FOKO GOV OFBs Adressbücher Familienanzeigen Grabsteine Totenzettel Verlustlisten 1. WK Literatur Metasuche

Home > Datenbanken > Ortsfamilienbücher > Güstebiese

Spacer Spacer
:: Funktionen
Pfeil Gesamtliste der Familiennamen
Pfeil Auswärtige Geburtsorte
Pfeil Auswärtige Sterbeorte
Pfeil Auswärtige Heiratsorte
Pfeil Auswärtige Lebensorte
Pfeil Letzte Änderungen
 
:: Statistik
4.623 Personen
1.717 Familien
 
:: Sprachen
English English
Dansk Dansk
Español Español
Francais Francais
Magyar Magyar
Lietuviškai Lietuviškai
Nederlands Nederlands
Polski Polski
Româneşte Româneşte
Русский Русский
Svenska Svenska
Slovenčina Slovenčina
Norsk Norsk
Português Português
Česky Česky

Ortsfamilienbuch Güstebiese


Güstebiese bedeutet im Slawischen – „schmaler Streifen trockenen Landes“.

Das Dorf liegt jenseits der Oder, etwa 25 km nordöstlich von Wriezen auf polnischem Gebiet, heißt heute Gozdowice und gehört zum Powiat Gryfiński.

Der Name taucht in der alten Literatur auch als Gustebis(e), Gustibisse, Gustebese, Gustebitze oder Gustebyse auf.

Kleine Chronik des Dorfes Güstebiese

1336 erscheint das erste Mal der Ort Güstebiese, als der Markgraf Ludwig der Ältere die Gebrüder Henning, Tydeke, Peter und Johann, welche aus einer alten neumärkischen Familie stammten, mit einem Fischerdorf ohne Acker belehnt. Von da an nannten sie sich von Güstebiese (Gustebis). Ihren Hauptwohnsitz hatten sie in Grüneberg (Golice). Die Ritter von Güstebiese machten damals zusammen mit Ihren Vettern Mörner aus Zellin die Oderschifffahrt und das Land zu beiden Seiten der Oder unsicher. 

1433 gelangt der Deutsche Orden nach dem Aussterben der Herren von Güstebiese in den Besitz des Dorfes.

1460 übergibt Kurfürst Friedrich dem Achim von Bredow den Hof zu Grüneberg und die zugehörigen Dörfer Selchow, Zäckerick und Güstebiese.

1466 kaufte Liberius von Schlieben (seit 1460 Herrenmeister des Johanniter-Ordens) vom Kurfürsten Friedrich den Hof zu Grüneberg und die zugehörigen Dörfer Selchow, Zäckerick und Güstebiese.

1641 erscheint der erste Eintrag im Güstebieser Kirchenbuch mit Friedrich Brune, Hans Liese dem Schulzen und Peter T(D)rileke.

1724 wird eine auf der Oder verkehrenden Fähre, welche in Güstebiese repariert wird, erwähnt.

1746 befiehlt König Friedrich Wilhelm II den Bau eines Hauptkanals der Oder. Dabei entstehen am Westufer der Oder neue Siedlungen, welche durch Zuzüglern aus Österreich, der Pfalz und auch aus Polen besiedelt werden.

1750 wird das Dorf Neu-Güstebiese oder Carlsbiese in der Beschreibung des Ordensamts Grüneberg in der Neumark genannt, welches aber zum Ober-Barnimschen Kreis der Mittelmark gehört. Dort erscheint das Dorf Güstebiese als Alt-Güstebiese.

1758 Während des Siebenjähriger Krieges (1756-1763) überquert Friedrich II. am 23. August 1758 mit seiner Armee mittels einer Pontonbrücke und Booten bei Güstebiese die Oder um am 25. August 1758 die Schlacht bei Zorndorf (Sarbinowo) zu gewinnen.

1815 Eröffnung einer ständigen Fährverbindung zwischen dem Dorf Güstebiese und der Siedlung Güstebieser Loose; Wirtschaftsaufschwung werden 3 neue Mühlen, 2 kleine Werften und ein Umschlaghafen für Getreide, Vieh und Tierfutter gebaut.

1920 - 1930 besitzt das Dorf ein Fährhaus, Standesamt, Postamt, Schwimmbad, Restaurants und Pensionen. Die kurze Entfernung zu Berlin und die natürliche Schönheit der Gegend machen Güstebiese zu einem Urlaubsziel für Berliner. Der letzte deutsche Bürgermeister ist Franz Ruckheim.

02.07.1945 das Dorf wird durch die 5. Armee der 1. Weißrussischen Front besetzt.

02.08.1945 das Dorf wird durch die Festlegung der Westgrenze Polens an den Flüssen Oder und Neiße durch die Potsdamer Beschlüsse in Güstebiese und Güstebieser Loose geteilt, wobei Güstebieser Loose in Deutschland verbleibt. Güstebiese erhält den polnischen Namen Gozdowice.

1947 wird die vorhandene Kirche römisch-katholisch geweiht.

1956 wird das Dorf elektrifiziert.

1997 wird das Dorf erstmals wieder durch das Oderhochwasser überschwemmt.

20.10.2007 erfolgt die Eröffnung eines Fähren-Grenzübergangs zwischen Gozdowice und Güstebieser Loose durch eine hydraulisch-mechanische Seitenradfähre. 
 

Interessant ist auch der Artikel von Prof. Jonas, welcher aus dem Ort stammt, man findet ihn unter: https://www.barnim-oderbruch.de/index.php?id=551

Mitwirkende

Ein Dankeschön an folgende Personen, welche Ihre privaten Stammdaten der Personen aus Güstebiese zur Verfügung gestellt haben:

  •  Michael Schermer für den FN Schermer, Tarun, Binte und Angehörige
  •  Susanne Gerdts für den FN Haase, Moritz, Braemer, Klemer, Malchow und Angehörige.
  •  Silvia Seyfarth für den FN Meyer, Ermster und Angehörige
  •  Astrid Hinsch für den FN Rohr
  •  Prof. Dr. Paul Enck  für den FN Neider und Angehörige
  •  Michael Burghardt für den FN Buhle und Angehörige
  •  Patrick O’Callaghan für die FN Schneider, Krätke, Hebenstreit und Angehörige

von meiner Seite FN Bosse, Bracht, Kelch und Angehörige

und außerdem ein Dankeschön an

  •  Raimund Koch für die Überlassung von Personendaten aus seiner Neumark-Sammlung.
  •  Reimund Lehnert, ehemaliger Ortsfamilienbetreuer

Genutzte Quellen:

  • Kirchenbücher aus den umliegenden Ortschaften von Güstebiese, wie z.B. Altlewin, Neulewin, Ortwig, Zellin, Barnim,..., sowie Findagrave.

Weitere interessante Seiten zu Güstebiese

Kirchenbuchseite

  • https://www.szukajwarchiwach.gov.pl/de/jednostka/-/jednostka/7927968

Hinweis: Diese Seite ist derzeit mittels Geoblocking von polnischer Seite nur mittels VPN erreichbar.

Weitere Quellen zur Chronik Güstebieses und derer "von Güstebiese"




:: Weitere Links
Pfeil Polen
Pfeil Neumark
Pfeil Kreis Königsberg (Neumark)
Pfeil Güstebiese im geschichtlichen Ortsverzeichnis GOV
Pfeil Offizielle Homepage
Pfeil Güstebiese in Wikipedia
Pfeil Lage, Stadtplan Güstebiese
:: Kontakt
Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Norbert Bosse


Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons - Namensnennung 4.0 International Lizenz Creative Commons Lizenzvertrag