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Ortsfamilienbuch Eilsdorf

Eilsdorf liegt ca. 12 km nördlich von Halberstadt, auf der Nordseite des Huys, im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Ca. 330 Menschen leben dort. Der Ort ist von ertragreichen Böden umgeben.
Das Gebiet um Eilsdorf wurde bereits in der Zeit um 800 bis 500 v. Chr. besiedelt. Durch Haus- und Gesichtsurnen, die 1893 südöstlich von Eilsdorf gefunden wurden, ist dies belegt.
Eilsdorf wird erstmal im Jahre 1084 im einem Gründungsbrief des Klosters Huysburg als Achadelsdorp erwähnt. 1225 wurde das Dorf an den Halberstädter Bischof verkauft. Bis dahin stand Eilsdorf unter der Herrschaft der Grafen von Regenstein. Auch unter den Namen    Eilikestorp und Eilwardetorp war Eilsdorf damals bekannt. In den folgenden Jahren wechselten die Besitzverhältnisse immer wieder.

Ein Steinbruch, der sich ca. 1 km nördlich von Eilsdorf befand, wurde erstmals um 1600 erwähnt. Über viele Jahrhunderte baute man hier Steine ab, weshalb der Beruf des Steinhauers sehr oft in den Kirchenbüchern genannt wurde. Steinplatten aus Eilsdorf liegen z.B. in der Hofkirche in Dresden.

Im Jahr 1785 wurde die Kirche „Sant Viti“ im südlichen Teil des Ortes eingeweiht. Zu dieser Zeit lebten etwas mehr als 300 Menschen in Eilsdorf.
1889 gab es in Eilsdorf wie auch in Anderbeck ein großes Hochwasser. In Anderbeck kann man heute noch an vielen Häusern Markierungen zum Wasserstand von damals finden.
Um 1900 lebten ca. 700 Menschen in Eilsdorf. Natürlich war die bäuerliche Landwirtschaft prägend für den Ort. Anfang des 20 Jahrhunderts waren große Flächen an den Saatzuchtbetrieb Frriedrich Strube aus Schlanstedt verpachtet. Zu Schlanstedt gibt es übrigends auch ein Ortsfamilienbuch.

Heute gehört Eilsdorf zur Gemeinde Huy, der noch 10 anderen Orte angehören.

Eine Besonderheit in Eilsdorf war der Aufenthalt von fünf jungen Männern aus Japan in der Zeit zwischen 1885 und 1891. Die jungen Männer waren adliger Abstammung. Sie sollten sich auf ein Studium an deutschen Universitäten vorbereiten. Die Familie des Pfarrers Eduard Schleiff nahm die jungen Männer bei sich auf. Einige von ihnen wurden hier getauft, was man in den Kirchenbüchern nachlesen kann.

Eine zweite Besonderheit war der Pastor Johann Andreas Karl (Christoph) Hildebrandt (geb. am 13. April 1763 in Halberstadt; verstorben am 25. November 1846 in Eilsdorf). Er amtierte in Eilsdorf von 1806 bis 1846. Hildebrandt soll ca. 140 Schauer-und Geisterromane geschrieben haben. Beispiele sind „Maria das Mädchen der Danielshöhle“ (1820) oder „Der Berggeist des Harzes“ (1824). Eine kompltte Liste seiner Werke findet bei Wikipedia.

Die Schreibweise der Nachnamen in Eilsdorf war unterschiedlich und änderte sich immer wieder. Beispiele sind Bendler – Bendeler, Mörig – Mory – Möhring – Moery, Klietz – Kliez. Ein besonderer Fall ist der Nachname Dörge – Derge. Diese Schreibweise wechselte ständig hin und her, so dass eine korrekte Zuordnung sehr schwierig war.

Dieses Ortsfamilienbuch soll eine Forschungshilfe sein. Es ist kein verbindliches Dokument.

Entsprechend der Nutzungsbedingungen hier der Link zu den katholischen Kirchenbüchern:
https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/magdeburg/huysburg-maria-himmelfahrt-halberstadt/

Über Hinweise und Ergänzungen würde ich mich sehr freuen.
Viel Erfolg beim Lesen.
Werner Reimer




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Pfeil Eilsdorf in Wikipedia
Pfeil Lage, Stadtplan Eilsdorf
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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Werner Reimer


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