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Ortsfamilienbuch Reichau

Reichau, heute Ortsteil der Gemeinde Boos im Landkreis Unterallgäu, gliedert sich in zwei Ortsteile, Unter- und Oberreichau und hat etwas über 300 Einwohner. Sie liegt auf 48 Grad, 6 Minuten nördlich vom Äquator und 10 Grad, 12 Minuten östlich von Greenwich, und mit den Jostenhöfen auf 638m Höhe ü. NN. Es wird von einem unbekannten Dichter beschrieben: „Trunkelsberg und Eisenburg, Reichau liegt weiter drunten, behüt Euch Gott - ihr liebe Leut`, ich wollt ich hätt` die Orte nicht gefunden!“

Wie wohl dem Namen nach eine „reiche Au“ zu vermuten ist, war die Bevölkerung doch sehr arm. Der Name, so vermutet der Chronist OStDir. Hermann Happ, lässt sich eher von den ehemaligen Burgherrn, dem Geschlecht der „de Richen“ herleiten, die von 1070 bis etwa 1350 hier residierten. Der Name Richowe änderte sich 1467 über Reichaw nach Reichau und dem heutigen Boos, Ortsteil Reichau.

Nach der Zeit der de Richen ging das Dörflein Reichau an einige Memminger Patrizier über und später in den Besitz der Familie Fugger, der 1581 auch Oberreichau und den Burgstall von Hans Etlinstett kaufte. Dies alles ist in der z.Zt. 4-bändigen Ortschronik von Reichau beschrieben, die von OStDir. a.D. Hermann Happ erstellt und vom Heimatverein Reichau vertrieben wird.

Kirchlich betrachtet gehörte Reichau zum Kloster Kempten, Die Herren „de Richen“ hatten es zu Lehen. Die seelsorgerische Betreuung von Reichau erfolgte vermutlich seit der Zeit der „de Richen“ bis zum ersten Curaten Joseph Strodel 1797 durch die Booser Mutterkirche bzw. ih-ren jeweiligen Pfarrer. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang das Patronatsrecht, das Besetzungsrecht der gestifteten Frühmesse zu Boos. Nach dem Patronatsrecht hatte der jeweilige Besitzer von Reichau, bzw. Angehörige oder Verwandte im Erbrecht, das Recht den jeweiligen Frühmesser auszuwählen und einzusetzen. 1543 wurde Reichau nach „Cuius regio, eius religio“ - Wessen Land, dessen Religion! lutherisch. Diese Herrschaft dauerte aber nur 6 Jahre, durch den Verkauf an den streng katholischen Freiherrn Anton Fugger wurde sofort wieder der katholische Glaube eingeführt. 1721 wurde dann die St. Anna Kapelle im Bereich des heutigen Friedhofs gebaut und mit dem 1. Curaten Franz Strodel auch die ersten eigenständigen Kirchenbücher erstellt.

Die neugotische Pfarrkuratiekirche Sankt Anna in Reichau mit ihrem 41 m hohen Turm stammt aus dem Jahre 1868/69. Mehr zur Geschichte Reichau`s lesen Sie in den Chronikteilen.
 


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Heinz Wucher