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Ortsfamilienbuch Giersdorf

 

Ein Blick vom Ziegenhalser Berg über die Giersdorfer Kirche nach Borkendorf
Am Dorfschild erkennt man, dass Giersdorf ein Zollgrenzbezirk war. Diese Aufnahme ist vor 1938 gemacht worden. Danach stand das Ortsschild auf der anderen Straßenseite, ohne den Hinweis „Zollgrenzbezirk“.

Quelle: Herbert Melcher, Giersdorf Kr. Neisse und seine Bewohner - eine Chronik, 1. Auflage 1989, S. 5

Die Karte zeigt die Lage Giersdorfs in unmittelbarer Nähe zum Sudetenland (heute Tschechei)
Quelle: Herbert Melcher

In Schlesien gab es mehrere Dörfer mit dem Namen Giersdorf. Die vorliegenden Daten beziehen sich auf Giersdorf (poln. Gierałcice) in Oberschlesien im Kreis Neisse.

Quellen:

  • Katholische Kirchenbücher der Kirche St. Michaelis in Giersdorf (Mikrofilme der Mormonen) 
    Taufen und Heiraten 1713 - 1945
    Tote 1713 – 1925
  • Giersdorf Kr. Neisse und seine Bewohner – eine Chronik, zusammengestellt von Herbert Melcher, 3. Auflage 2012

Dieses OFB befindet sich im Aufbau.

Fast vollständig erfasst sind die Heiraten 1713-1945. Noch nicht systematisch erfasst sind alle Geburten und Sterbedaten
(Stand Nov. 2017).
Die Daten werden weiterhin ergänzt und korrigiert. Bei allem Bemühen um Sorgfalt in der Übertragung der Daten können Fehler unterlaufen sein. Hinweise auf Korrekturen und Ergänzungen sind erwünscht.
 

 

Zu den Daten 

  • Bis 1766 findet sich in den Kirchenbüchern nicht der Tag der Geburt und des Todes, sondern lediglich der Tag der Taufe und der Bestattung. Bei den Personendaten wird darauf nicht einzeln hingewiesen, es gilt aber, dass bis 1766 die Geburts- und Sterbeangaben  tatsächlich Tauf- und Bestattungstage sind.
  • Ungefähre Daten zum Jahr der Geburt und des Todes beruhen auf eigene Berechnungen nach dem Heirats- oder Sterbealter, das in den Kirchenbüchern vermerkt ist.
  • Es ist nicht auszuschließen, dass Personen doppelt vorkommen, besonders dann, wenn bei Heirat Hinweise auf die Eltern fehlten und eine eindeutige Zuordnung nicht möglich war.
  • Bei unterschiedlicher Schreibweise der Familiennamen (oft innerhalb einer Generation) wurde die gewählt, die 1945 bestand,
    z.B. Mayer, Meyer = Meier -  Grondey, Grundey = Grundei.
    Ein Fragezeichen hinter einem Namen, Ort oder Datum bedeutet, dass mir eine eindeutige Entzifferung nicht möglich war.
  • Bei Heirat von auswärtigen Personen wird in den Kirchenbüchern meist auch der Herkunftsort genannt. Dieser ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Geburtsort, muss es aber nicht zwangsläufig sein. Bei nicht überprüften Daten ist deshalb der Zusatz „aus“ vor einen Ort gesetzt, z.B. Joseph Rieger, geboren „aus Langendorf“.

Über den Ort

  • Eine detaillierte Beschreibung findet sich in der oben genannten Chronik von Herbert Melcher. Der gebürtige Giersdorfer hat darüber hinaus jede Familie, die bis 1945 in Giersdorf lebte, mit Hausnummern, Eigentumsverhältnissen und Fmilienfotos, die ihm die Bewohner zur Verfügung stellten, vorgestellt. Weiterhin vermitteln zahlreiche Klassenfotos, Fotos über das Vereinsleben u.v.m. ein lebendiges Bild über das Dorf und seine Bewohner. Die Chronik (430 Seiten), die ursprünglich  für die ehemaligen Giersdorfer bestimmt war, ist nicht im Handel erhältlich kann aber als PDF-Datei mit Genehmigung des Autors bestellt werden: noackmonika@t-online.de
  • Quelle der folgenden Kurzbeschreibung: Franz-Christian Jarczyk: „Die Dörfer des Kreise Neisse“, 3. Auflage 2012, Selbstverlag des Neisser Kultur- und Heimatbundes ev.V. Hildesheim

GIERSDORF, ein Waldhufendorf 300 m über NN, 20 km südlich von Neisse, liegt an der Straße über Bielau- Bischofswalde. Durch das Dorf fließt ein Bach, den in Bischofswalde die Mohre aufnimmt.
Die nächste Eisenbahnstation ist Bischofswalde (3 km), eine Poststelle war im Ort.

Der Ort wird 1284 („Geraltici") unter den bekannten 65 Dörfern erstmals genannt.
Nach dem Lib. fund. (um 1300) besaß dis Dorf („Gerhardi villa") 42 große Huben, die für kleine lagen, davon hatte die Kirche 2, der Scholze 8 und 1 Schenke und 1 Mühle mit 1 Rad. 1643 wird eine Wehranlage im Ort genannt.
 Giersdorf (Bürgermeister 1935 und 1942: Bauer Johann Metzner) gehörte zum Amtsbezirk Bischofswalde und war Sitz des Standesamts und des Gendarmeriepostens.

Zum Dorf gehörten die Kolonien Wilhelmsthal (1782 gegründet) und Domsdorf.
Ein Kindergarten wurde um 1937 im Ort eingerichtet. Die Schwesternstation der Mägde Mariens war in Bischofswalde (1911 gegründet). Das Dorf besaß eine Freiwillige Feuerwehr.

Die nächste evangelische Kirche war in Ziegenhals. Die katholische Kirche (Patrozinium St. Michael) wird 1335 zum ersten Mal erwähnt; 1638 ist sie Filiale, 1845 Lokalie von Bischofswalde. Der Kirchturm stammt von 1615. Das frühere Langhaus wurde 1869/71 durch einen dreischiffigen neugotischen Bau ersetzt. Die Glocken waren von 1429, 1649 und 1768. Zum Kirchenschatz gehörten ein Kelch und Messkännchen aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Altkirmes war am Sonntag nach dem 8.11., Jungkirmes am Sonntag nach Michaeli. Wallfahrten gingen nach Zuckmantel-Maria Hilf, Wartha und Albendorf. Es gab ein Hagelgelöbnis.
Der Visitationsbericht der Diözese nennt für 1666 einen Kirchschreiber aus Borkendorf, der vermutlich im Ort Schule hielt. Das zweistöckige Schulhaus stammt von 1835. Im Jahr 1925 besuchten 163 Kinder
die dreiklassige Schule.

Die Gemeindeflur ist 1109 ha groß. In einem Bericht von 1863 heißt es:„Der Boden ist fruchtbar, besteht aus Lehm und etwas Sand und trägt Getreide aller Art, Raps, Flachs, Klee und Obst.“
Das Rittergut (80 h) hatte öfter den Besitzer gewechselt. Seit 1932 war es zusammen mit dem Gut Domsdorf Eigentum von Carl Hermann. Das Herrenhaus des Ritterguts stammt vom Anfang des
17. Jahrhunderts. Flurnamen sind: Hahnenbusch, wüster Grund, Domsdorf.

Die Anzahl der Einwohner mit Häusern und Haushalten war:
1784:      439 Einwohner, 78 Stellen
1845:     1287 Einwohner (14 ev.), 215 Häuser
1895:     1340 Einwohner (8 ev.), 245 Häuser, 309 Haushalte
1939:   1282 Einwohner, 352 Haushalte
 Im Jahr 1937 gab es im Dorf: 2 Bäcker, 3 Elektroinstallateure, 2 Fleischer, 1 Friseur, 3 Gasthöfe, 2 Gemischtwarenläden, 1 Granitbruch und -werk, 1 Mechaniker, 3 Schmiede, 4 Schneider, 3 Schuhmacher, 1 Steinmetzgeschäft, 1 Stellmacher, 2 Tischler, 1 Spar- und Darlehnskasse,
1 Elektrizitäts-Genossenschaft. Im Ort gab es Sport-, Krieger-, Arbeiter- und Radfahrvereine,
ferner einen Kirchenchor mit Instrumentalisten.

Am 28.6.1945 kamen die ersten Polen ins Dorf; etwa 16 Personen sind in der Zeit danach verschleppt worden. Die Bevölkerung wurde am 10.6.1946 endgültig vertrieben.
Die Giersdorfer treffen sich in Wunstorf. Am ersten Heimattreffen 1949 nahmen etwa 500 Personen teil


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Monika Noack