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Ortsfamilienbuch Flacksee

Das Dorf  Flacksee (heute Jeziorna) entstand um 1550  mit zunächst 6 „Wirten“ im Niemandsland der Wildnis südlich der damals polnischen Stadt Tempelburg/Czaplinek und der pommerschen Stadt Neustettin/Szczecinek. In der Folgezeit kristallisierte sich die Zugehörigkeit zur polnischen Starostei Draheim heraus, die Grenze zur brandenburgischen Neumark lag jedoch nur wenige Kilometer südlich bei Zacharin und auch die Grenze zu Pommern war nicht fern. Durch diese Grenzlage bestand in Flacksee kein adeliges Gut. Viele Bauern und verhältnismäßig wenige landlose Einwohner prägten die Bevölkerung, die sich wahrscheinlich aus der Neumark und aus Pommern kommend hier ansiedelte. Durch den Grenzübertritt konnten die Siedler der Leibeigenschaft entkommen und viele verbesserten durch den Erwerb eines freien erblichen Besitzes ihre wirtschaftliche Lage.
In der Neuzeit gehörte Flacksee zum Kreis Neustettin in der preußischen Provinz Pommern. Die umliegenden Orte waren Scharpenort, Neblin, Altenwalde und Klein- (Pomm.-) Zacharin im Kreis Neustettin sowie Groß- (Märk.-) Zacharin im Kreis Deutsch-Krone. Die Einwohner gehörten weit überwiegend zur evangelischen Konfession und wurden zuerst vom Pfarrer in Scharpenort versorgt. Nach 1827 wurde Flacksee mit den o.a. Nachbardörfern in das Kirchspiel Lubow eingegliedert, ab 1907 bildete es zusammen mit Klein- und Groß-Zacharin ein eigenes Kirchspiel.

Heute ist Flacksee (Jeziorna) ein Teil der Gmina Borne-Sulinowo (Groß Born) im Powiat Szczecinek (Neustettin) der Republik Polen.

Wohl wegen seiner Randlage blieb die Bevölkerungsentwicklung im bescheidenen Rahmen. Bei der Lustration (Steuererhebung) von 1628/1632 hat Flacksee acht Bauern auf acht Hufen, also 60 bis 70 Einwohner, Brüggemann nennt 1784 in seiner „Ausfürliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinterpommern“ auf S.730  „2 Freyschulzen, 1 Freymann, 7 Vollbauern“ (ca. 80 Einw.)  und 1925 sind 107 Einwohner in 19 Wohngebäuden registriert. Auch aus Flacksee sind um 1870 einige Familien nach Brasilien ausgewandert und haben sich dort im Bundesstaat Rio Grande do Sul in „deutschen“ Dörfern angesiedelt.

Im Zuge von Arbeiten in den Kirchenbuchduplikaten des Kirchspiels Lubow der Jahre 1840 bis 1874 entstand dieses Ortsfamilienbuch und ist deshalb auch nur für diesen Zeitraum vollständig. Es ergänzt die bereits vorliegenden Ortsfamilienbücher der Nachbarorte Scharpenort und Neblin und greift für die Zeit vor 1840 auch auf diese zurück. Bezüglich der Genauigkeit der Einträge gelten die gleichen Einschränkungen wie in den Ortsfamilienbüchern der Nachbarorte. Schwierig war auch die Erfassung der dörflichen Handwerker (Schmied, Stellmacher, Schneider) und der Landarbeiter, die meist nur einige Jahre in der Dorfgemeinschaft lebten. Als Beispiel sei hier der Schneider¬mei¬ster Karl Dorsch genannt, der von Scharpenort nach Flacksee, nach Linde und schließlich nach Steinforth umzog. Die Herkunft und der Verbleib erschließen sich häufig nur aus Patenschaften und  lassen sich meist nur für Nachbarorte realisieren.  
Nach Literaturangaben sollen im vorpommerschen Landesarchiv Greifswald noch Kirchenbuch-auszüge zu früheren Zeiträumen existieren, was ich leider nicht nachprüfen konnte. Ergänzungen und Korrekturen zu diesem Ortsfamilienbuch werden deshalb gern entgegen genommen.

Quellen:

Kirchenbuchduplikate der Parochien Lubow und Pielburg 1840 -1874 des Landesarchivs Greifswald in der Verfilmung von The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, Film-Nr. 1193875.
Im Internet: https://www.familysearch.org/search/collection/show#uri=http://www.familysearch.org/searchapi/search/collection/1874205 (Letzter Zugriff: 31.07.2012)

Online-Ortsfamilienbücher, insbesondere die OFB Bärwalde, Neblin, Rackow, Scharpenort
Andere Online-Datenbanken, wie
- http://www.rootsweb.ancestry.com
- http://www.geocities.ws

Christoph Motsch: Grenzgesellschaft und frühmoderner Staat. Die Starostei Draheim zwischen Hinterpommern, der Neumark und Großpolen (1575-1805) . Göttingen 2001

Franz Stelter: Der Kreis Neustettin:  ein pommersches Heimatbuch. Würzburg 1972

… und weitere Literatur entsprechend den Angaben bei einzelnen Personen.
 

 


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Karl H. Günther


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