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Ortsfamilienbuch Erlenbach bei Kandel

Der „Familienkundliche Gesprächskreis der Volkshochschule Kandel“ hat im Herbst 2010 das „Ortsfamilienbuch Erlenbach bei Kandel“ fertig gestellt (ISBN: 978-3-938031-55-3). Herausgeber ist die VHS Kandel e.V.

Nach der bäuerlich-dörflichen Überlieferung wurde Erlenbach von Steinweiler aus gegründet, denen in früherer Zeit die Nutznießung des großen Erlenbache rWaldes mit gehörte. Unterstützt wird diese Überlieferung, dass eine enge wirtschaftliche Beziehung Erlenbachs mit den Dörfern seiner Umgebung, besonders Steinweiler seit alter Zeit verband, durch den „Rathsweiler Platz“ (heute ist dort eine Sandgrube), an dem das Schiedsgericht der fünf Dörfer Erlenbach, Steinweiler, Archenweyer, Kandel und Minderslachen die Waldrechte des sogenannt „Fünfdörferwaldes“ absprachen. Der Fünf-Dörfer-Wald war der Sage nach eine Stiftung des Königs Dagobert an diese fünf Dörfer zur gemeinsamen Bewirtschaftung und Nutzung.

Die erste schriftliche Aufzeichnung, in der Erlenbach erwähnt ist, datiert aus dem Jahr 1330. Aus dieser Urkunde geht hervor, dass Erlenbach als verausgabtes Lehen zur Kurpfalz gehört. Zuständig war für Erlenbach das Oberamt Germersheim. Gerichtlich gehörte Erlenbach zum Schöffengericht Steinweiler, dem es gewöhnlich zwei Schöffen stellte.

Als kurpfälzisches Dorf teilte Erlenbach immer die Geschichte des Oberamtes Germersheim.

Während in den übrigen deutschen Landen mit dem Westfälischen Frieden nach 1648 Ruhe einkehrte und ein langsamer Wiederaufbau erfolgte, blieb der Südpfalz und damit auch Erlenbach kein Friede beschieden. Durch die französischen Truppen unter Ezechiel Mélac wurde 1689 Erlenbach verwüstet.

Das Dekret der Nationalversammlung vom 15. Januar, 16. und 26. Februar 1790 teilte das französische Staatsgebiet neu ein. Dabei wurden fast alle heute im Regierungsbezirk Pfalz gelegenen Souveränitätslande – so auch Erlenbach - dem Departement Niederrhein (Departement du Bas-Rhin) zugewiesen. Die französische Verwaltung richtete Bürgermeisterämter ein und ließ den Gemeinderat einen Beamten wählen, der die neuen Standesamtsakten mit Eintragungen zu Geburt, Heirat und Tod aufzunehmen hatte. Auf der untersten Ebene wechselte die Zugehörigkeit von Erlenbach mehrfach:

  • am 4. Thermidor im III. Jahr der fränkischen Republik (=22. Juli 1795) gehörte die Munizipalität Erlenbach unmittelbar zum Departement Bas-Rhin (Niederrhein).
  • ab dem 7. Floreal IV (= 26. April 1796) ist die Commune d' Erlenbach dem Canton Billigheim innerhalb des Departement Bas-Rhein zugeordnet.
  • ab dem 7. Floreal VIII (= 27. April 1800) gehört die Gemeinde Erlenbach zum Bezirk Weißenburg im Departement Bas-Rhin. Manchmal steht statt Bezirk auch Arrondissement communal, was man heute mit Verbandsgemeinde übersetzen könnte.
  • ab 1807 gehört die Gemeinde Erlenbach zum Canton Kandel

Nach der Niederlage Frankreichs bei Napoleons Russlandfeldzug im Herbst 1813 richteten die Verbündeten für die besetzten Gebiete eine gemeinschaftliche Zentralverwaltung ein. Das Departement Niederrhein wurde dem Anfang Februar 1814 gebildeten Generalgouvernement Oberrhein unterstellt.

Die Gemeinden in einem "Gebiet links der Lauter“ waren im Ersten Pariser Friedensvertrag nicht ausdrücklich erwähnt. Die deutsche Verwaltung hatte ihre Tätigkeit unmittelbar nach dem Friedensschluss eingestellt, aber erst im Zweiten Pariser Frieden vom 20. November 1815 verzichtete Frankreich auch auf dieses Gebiet. Die Verbündeten überließen es am gleichen Tage aufgrund einer besonderen Vereinbarung dem Kaiser von Österreich, der es durch die "k.k. österreichische Civil-Administration am linken Ufer der Lauter" verwalten ließ. Erst infolge der auf dem Wiener Kongress zwischen den einzelnen Staaten getroffenen Vereinbarungen vom 9. Juni 1815 und im Zusammenhang mit dem Zweiten Pariser Frieden vom 20. November 1815 wurden die im Ersten Pariser Frieden an die Verbündeten abgetretenen Gebiete des linken Rheinufers, die noch nicht an Preußen übergegangen waren, dem Kaiser von Österreich zugewiesen.

Durch Artikel 2 des in München am 14. April 1816 geschlossen Vertrages trat Österreich dann den heute zum Regierungsbezirk Pfalz gehörenden Teil des gemeinschaftlichen österreichisch-bayerischen Gouvernements und das „Gebiet links der Lauter“ (= nördlich) an das Königreich Bayern ab. Bayern ergriff durch Patent vom 30. April 1816 Besitz. Und dies blieb so bis zur Gründung des Landes Rheinland-Pfalz 1947. Seit 1973 gehört Erlenbach zur Verbandsgemeinde Kandel.

Die Einwohner Erlenbachs waren fast ausschließlich reformiert. Die ref. Kirchenbücher des Zeitraums 1763-1793 fehlen. Die wenigen Katholiken finden sich in den Kirchenbüchern von Hayna oder Steinweiler.

Der Vorspann des gedruckten OFB Erlenbach enthält statistische Auswertungen über Geburten, Sterbefälle, der Familiengröße, dem Lebensalter und dem Heiratsalter. Das OFB ist durch Register für Familiennamen, Geburts-, Heirats- und Sterbeorte, Berufe und verwendete Quellen erschlossen. Das Buch enthält Bilder von Bürgern, die im Buch genannt sind.

Die dem Buch zu Grunde liegende Datenbank und der Ausdruck wurden mit GenProfi in der Version 4 erstellt.

Für Ergänzungen sind die Autoren dankbar


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Werner Esser